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Hilfe, mein Kind ist so mäkelig beim Essen

Du weißt langsam nicht mehr was du noch kochen sollst? Dein Kind will am liebsten nur Milchreis oder Brot mit Marmelade essen? Du bist am verzweifeln und hast das Thema Essen langsam satt?

Keine Panik! Du bist nicht allein!

Vielen Eltern geht es irgendwann einmal so. Und auch, wenn das meistens nur eine Phase ist und nicht Ewigkeiten dauert, habe ich hier 13 Tipps für dich, wie das Thema Essen bei euch nicht zum täglichen Kampf wird.

1. Ruhe bewahren

Setze weder dich noch dein Kind unter Druck, wenn es um das Thema Essen geht. Dein Kind wird nicht verhungern, wenn es mal eine Mahlzeit ausfallen lässt (vorausgesetzt, dein Kind ist körperlich gesund und hat keine Vorerkrankungen). Zwinge dein Kind also nicht, etwas zu essen, wenn es gerade nicht möchte.

2. Geregelte Mahlzeiten

Frühstück, Mittagessen, Abendbrot, diese drei Mahlzeiten sollten bei euch täglich in etwa zur gleichen Zeit stattfinden. Kleine Kinder können die Uhrzeit zwar noch nicht lesen, aber ihre innere Uhr wird ihnen sagen, wann es Zeit für die nächste Mahlzeit ist.

3. Gesunde Zwischenmahlzeiten

Wenn dein Kind zwischen den Mahlzeiten Hunger verspürt, biete ihm einen gesunden Snack an. Das könnte zum Beispiel ein Stück Obst, Gemüsesticks oder ein paar Nüsse sein. Aber bitte nicht zu viel, denn sonst hat es bei der nächsten Mahlzeit wahrscheinlich keinen Appetit mehr.

4. Finde heraus, was dein Kind mag

Ich glaube nicht, dass es Kinder gibt, die gar kein Gemüse essen. Wahrscheinlich hast du dann einfach noch nicht herausgefunden, was dein Kind mag. Meistens kochen wir Eltern nur das, was wir selbst auch gerne essen. Aber das muss nicht zwangsläufig das sein, was auch dein Kind mag. Überlege also, welches Gemüse es bei euch regelmäßig gibt und welches ihr vielleicht noch nie hattet.

5. Roh oder gekocht

Als Kind mochte ich Paprika nur roh, Karotten hingegen nur in gekochter Form. Biete deinem Kind also auch mal Gemüse roh an, das es in gekochter Form abgelehnt hat.

6. Mit Dip oder Soße

Viele Kinder mögen ihr Gemüse gerne zu einem leckeren Dip oder einer leckeren Soße. Reiche zu Gemüsesticks doch mal eine (selbstgemachte) Guacamole oder einen veganen Frischkäse.

7. Essensplan machen

Wie wäre es, wenn ihr als Familie am Wochenende zusammen einen Essensplan für die kommende Woche macht? Jeder darf sich ein Gericht aussuchen, das er gerne isst. Kinder blättern auch gerne in Kochbüchern und zeigen auf Gerichte, die ihnen optisch gefallen. So musst du nicht alleine entscheiden, was es jeden Tag zu essen geben soll.

8. Gesundes Essen verstecken

In Soßen und Bratlingen lassen sich allerhand gesundes Gemüse verstecken, ohne dass es die Kinder sofort entdecken.
Püriere doch in die Tomatensoße ein paar Möhren oder Paprikastücke ein.
Oder du machst eine leckere Cremesuppe, die das Kind gerne mag und schmuggelst eine Handvoll ungeliebtes Gemüse dazu.

9. Kinder mitkochen lassen

Die meisten Kinder lieben es, wenn sie Mama oder Papa beim Kochen helfen dürfen. Und Selbstgekochtes schmeckt oftmals besser.
Meine Kinder nutzen diese Kindermesser*, um mir beim Schnibbeln zu helfen. Damit können sie sich nicht verletzen.
Plane also ab und zu etwas mehr Zeit fürs Kochen ein und lasse deine Kinder mithelfen. Auch wenn die Küche hinterher schlimm aussieht, es lohnt sich!

10. Abfallteller

Wenn du keine Lust hast, deinem Kind alles ungeliebte aus dem Essen rauszufummeln, dann stelle einfach einen kleinen Teller auf den Tisch. Darauf kann dein Kind selbst die Lebensmittel legen, die es nicht essen will. Dadurch isst dein Kind zwar nicht mehr, aber ihr spart euch Diskussionen am Tisch und du kannst in Ruhe essen.

11. Essen hübsch anrichten

Das Auge isst mit, auch bei Kindern. Du musst kein Kunstwerk aus dem Essen zaubern, aber über ein bisschen Deko freuen sich auch die Kleinsten.

12. Smoothies/Säfte

Eins meiner Kinder liebt Smoothies. Falls du auch einen Smoothieliebhaber hast, dann biete deinem Kind diesen an sooft es geht. Du kannst prima Spinat oder Salat hineintun, ohne, dass es dein Kind merkt. Aber vorsicht, manche Kinder mögen die grüne Farbe nicht. Übertreibe es also nicht mit dem Grünzeug und taste dich langsam vor.

13. Vorbild sein

Mein letzter, aber sehr wichtiger Tipp lautet: Sei ein Vorbild, wenn es um das Thema Essen geht.
Gerade für kleine Kinder sind die Eltern die größten Vorbilder. Und wenn die Vorbilder selbst mäkelige Esser sind und am liebsten Süßes essen, dann wollen die Kinder natürlich genau das Gleiche.

Das waren meine besten Tipps, wenn du einen mäkeligen Esser zu Hause hast. Hast du noch mehr Tipps? Dann schreibe sie gerne in die Kommentare. So können wir alle voneinander lernen.

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